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Radwege
 

 
"Wenn in den USA das Prädikat "fahrradfreundlich" verliehen würde, käme die kalifornische Mittelstadt Palo Alto wohl als erster Kandidat in Frage. Zwar gibt es einzelne Städte mit einem noch höheren Fahrradverkehranteil, aber nirgens wird so bewußt und gezielt bei jeder Entwicklung und Planung das Fahrrad berücksichtigt wie hier. [...]
       Auf insgesamt 20 km Stadtstraßen wurde ein Radweg nach deutschem Muster auf die Bürgersteige verlegt, auf die übrigen 42 km des jetzt vorgeschlagenen Netzes schlicht eine "Bike Lane" oder Fahrradspur auf die bestehende Straße abmarkiert. [...]
       Im nächsten Jahr wiederholte das Komitee die Verkehrszählung und die Unfallüberwachungen und wertete sie aus. Das Ergebnis war eine Überraschung für viele: Nicht der Radweg auf dem Bürgersteig, sondern die auf die Fahrbahn aufgemalte Fahrradspur erwies sich als die sicherere Lösung! Trotz Berücksichtigung des ca. 10 prozentigen Zuwachses des Fahrradverkehrs hatte sich die Unfallhäufigkeit auf den Strecken mit auf dem Gehweg verlegten Radwegen fast verdoppelt gegenüber der Situation ohne Radweg! Auf den Fahrradspuren verzeichnete man dagegen eine geringefügige Verminderung der Unfälle."
 
Zitiert aus Rob van der Plas: Palo Alto - ein amerikanisches Erlangen? In: Radfahren. 1981, Heft 3, S. 15 - 16.

 

 
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